Radsportgruppe
2021: Ein schwieriges aber dennoch schönes Rennrad-Jahr

Von den beiden letzten Jahren wettermäßig verwöhnt, starteten wir am 24. März sehr optimistisch in die neue Saison. Bei dieser ersten Tour duellierten wir uns mit einer Horde wildgewordener Motorradfahrer auf der Panoramastraße zwischen Vossenack und Schmidt. OK, sie waren schneller, aber deutlich unentspannter als wir!

Schon am 31. März schafften wir bei traumhaften Bedingungen den ersten Hunderter, allerdings nur, weil die wenigen noch Berufstätigen unter uns an diesem Tag spontan 2 Stunden früher Feierabend machten. Diese Tour führte über Hellenthal, die Dahlemer Binz, Udenbreth und Elsenborn zurück nach Konzen.

Das Wetter spielte im Frühjahr allerdings nicht immer so gut mit, sodass in der Folge einige Touren ausfallen mussten. Bei Regenwetter macht Rennrad-Fahren nicht wirklich Spaß und ist obendrein recht gefährlich.

Im Frühsommer fanden zwei Highlights statt. Zum einen eine Tour, die im Jahresprogramm mittlerweile fest etabliert ist: Über Schmidt, Nideggen, Embken und Juntersdorf nach Zülpich zum Eis essen (85 km). Zum anderen die Teilnahme an einer top-organisierten und landschaftlich faszinierend schönen Drei-Länder-Tour unserer belgischen Freunde aus St. Vith. Auf belgischer Seite führte die Tour von St. Vith aus in südwestliche Richtung über Gouvy (1. Pause mit Bananen, belg. Waffeln und Getränken, u.a. Obstler ) nach Luxemburg. Hinter Clerveaux erreichten wir nach kilometerlanger Abfahrt in Dasburg die deutsche Seite. Gleich hinter der Brücke über den Grenzfluss Our war eine 2. Verpflegungsstation eingerichtet. Es folgte ein wilder Ritt über die Höhen der sommerlichen Schnee-Eifel. Nach einer dritten Pause in Lünebach führte die Strecke über Winterspelt zum Grenzübergang Steinebrück und von dort zurück nach St. Vith. Am Ende des Tages standen 113 km und gut 1700 Höhenmeter auf dem Tacho.

Die üblicherweise im Sommer stattfindende Drei-Tages-Tour musste Corona-bedingt leider ausfallen.

Und dann brach Mitte Juli auch noch die Flut-Katastrophe über unsere Region herein. Die Zerstörung von Straßen und Brücken schränkte uns in der Streckenplanung schon sehr erheblich ein. Ortschaften wie z.B. Rott, Zweifall, Schleiden, Gemünd, Kall, Hellenthal oder Eupen konnten längere Zeit nicht mehr angefahren werden. Dennoch waren auch in dieser Phase schöne Touren möglich, z.B. die große Venn-Runde über Sourbrodt, Malmedy nach Belleveaux und über die Vennbahn zurück (90 km).

An der vom TuS Schmidt organisierten gemeinsamen Ausfahrt der „befreundeten Radclubs“ aus Kesternich, Strauch, Schmidt und Konzen konnten leider nur drei unserer Sportkameraden teilnehmen. Nach einer welligen Runde über Nideggen, Untermaubach, Kleinhau und Zerkall verbrachten wir noch schöne Stunden im Schützenhof in Schmidt. Die Rückfahrt nach Konzen zu später Stunde bei Nieselregen war weniger amüsant.

Unsere Jahresabschlusstour fand am 16.10.21 statt - wie in den Vorjahren gemeinsam mit unseren Freunden aus Kalterherberg. Ernst Gombert hatte eine anspruchsvolle Runde über Ondenval, Montenau, Schönberg, Amel, Bütgenbach geplant. Ein Stop am Mahnmal für 11 gefallene US-amerikanische Soldaten in Wereth machte nachdenklich (Foto). Nach Einkehr beim Zien in Kalterherberg und Rückkehr in Konzen waren wieder 112 km mit knapp 1500 Höhenmetern geschafft.

Zu guter Letzt sei noch die von Winnie Mahlke bestens vorbereitete MTB-Herbsttour am 20. November erwähnt. Bei herbstlich kühlem Wetter führte die schöne Strecke durch die Randgebiete des Hohen Venns. Teils über tiefen Boden und schmale Pfade erreichten wir über Eupen, die Gileppe-Talsperre, Jalhay und Baraque Michel den höchsten Punkt Belgiens, die Botrange. Über Sourbrodt fuhren wir nach Monschau, kehrten dort ein und hatten nach Ankunft in Konzen satte 80 km und 1300 Höhenmeter geschafft.

Am Ende der Saison steht wiederum fest: Unsere Region ist ein ideales Terrain für anspruchsvolles Radfahren. In der Gruppe macht es noch mehr Spaß, vor allem, weil jeder vom anderen profitiert. Das gilt sowohl für Streckenkenntnis, technischen Support am Rad, Motivation und Geselligkeit.

Wenn auch Du (m/w/d) sportlich ambitioniert bist und gerne dabei sein möchtest, fahre einfach mal mit. Bei trockenem Wetter ab voraussichtlich 16. März 2022, immer mittwochs um 17.30 Uhr ab Dorfplatz Konzen. Wir starten mit kurzen Touren (ca. 30 km) und steigern uns mit zunehmender Tageslänge auf bis zu ca. 90 km. Tagestouren (meist samstags) können dann noch etwas länger sein (siehe oben). Keine Bange: Wir fahren keine Rennen, sondern gesundheitsbewusst – auch weil wir nicht mehr die Jüngsten sind! Strom brauchen wir allerdings noch nicht!!! Das Durchschnitts-Tempo liegt meist bei 23 bis max. 25 km/h.

Reinhard Charlier / Michael Kreitz


Leitung: Reinhard Charlier
Trainingszeiten: Mittwochs: ab 17:30 Uhr, Sonntags: ab 9:30 Uhr
Trainingsstätte: Treffpunkt Dorfplatz
Ihre Ansprechpartner
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Im Verein seit:
Fabian Hambüchen
Pressesprecher
presse@tv-konzen.de
0234-2342398
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